Thomas Balluff
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Schwere Lasten. Hoher Durchsatz:
Getriebebau NordMÖNCHENGLADBACH. Mit mehr als 2.500 Mitarbeitern sowie Tochterunternehmen in 40 Ländern zählt Getriebebau NORD weltweit zu den Marktführern im Bereich mechanische und elektronische Antriebstechnik. Am Stammsitz Bargteheide bei Hamburg erweiterte das expandierende Unternehmen kürzlich seine Betriebsfläche von 31.300 qm auf 52.000 qm. In diesem Zusammenhang werden aktuell auch die Lagerkapazitäten massiv ausgebaut: 16.000 Euro-Palettenplätze sind das Ziel. Das bestehende Hochregallager bietet in fünf Gassen 8.000 Plätze. Drei kurvengängige Regalbediengeräte sind dort im Einsatz. Die Bauarbeiten an der identisch großen Gebäudeerweiterung laufen bereits. Ist der neue Teil des Hochregallagers mit drei weiteren RBG’s fertig gestellt, integriert DAIFUKU dort eine neue Vorzone mit einem Sorting Transfer-Vehicle-Loop sowie zehn neuen Kommissionierplätzen. Nach der Umlagerung aller Waren aus dem alten in den neuen Teil des Hochregallagers modernisiert der japanische Weltmarktführer im Bereich Material-Handling-Systeme auch die Vorzone des vier Jahre alten Lagerbereichs und verbindet beide Bereiche des Hochregallagers zu einer leistungsstarken Einheit. „DAIFUKU liefert und integriert die komplette Fördertechnik. Dazu gehören das STV-System mit einer integrierten Wartungsstation für die Fahrzeuge, zehn angeschlossene Kommissionierplätze sowie die Fördertechnik im Warenein- und -ausgang und auch die Gassenfördertechnik“, beschreibt Gunther Röcher, projektverantwortlicher Vertriebsmitarbeiter von DAIFUKU Europe Ltd., den Lieferumfang seines Unternehmens. „Wir realisieren darüber hinaus auch die Integration des Lagerverwaltungssystems und des Materialflussrechners. Damit sind wir letztendlich für den gesamten Lagerbetrieb verantwortlich.“
„Für uns waren bei der Auswahl des Transportsystems in der Vorzone nicht nur die reine Transportleistung, sondern auch das zugrunde liegende Transportkonzept ausschlaggebend“, erklärt Peter Engel, Werksleiter von Getriebebau NORD am Standort Bargteheide, die Systemauswahl. Die STV-Lösung mit acht Fahrzeugen eignet sich aufgrund der hohen Leistung von derzeit 270 Palettentransporten optimal. Durch eine problemlose Erweiterung auf zwölf Fahrzeuge ist in Zukunft jederzeit eine Leistungssteigerung um weitere 130 Transporte pro Stunde möglich. Da hauptsächlich Gitterboxen – aktuell mit einem Gewicht von 1,2 Tonnen – transportiert werden, bietet das schienengeführte STV-System zahlreiche Vorteile gegenüber konventioneller Fördertechnik. Beim Transport mit marktüblichen Kettenförderern neigen die extrem schweren Gitterboxen ggf. dazu, aus der Spur zu laufen bzw. im Extremfall auch von der Fördertechnik zu fallen. „Da bei der STV-Lösung das schienengeführte Fahrzeug die Box komplett aufnimmt und während des Transportvorgangs trägt, sind Gefahren wie bei der konventionellen Fördertechnik ausgeschlossen“, erläutert Gunther Röcher die Funktionsweise des Systems. „Selbst bei dieser extremen Belastung sind beim STV-System Fahrgeschwindigkeiten von 160 Metern pro Minute möglich.“











